Interview mit unserem Projektleiter Patrick Frey

Wie bist du zur Körner agentur gekommen?

2023 habe ich meinen Master in Philosophie an der Universität Stuttgart abgeschlossen. Ursprünglich hatte ich eine Promotion ins Auge gefasst. Da entsprechende Stellen in Deutschland jedoch selten sind und für mich ein Umzug erforderlich gewesen wäre, entschied ich mich zunächst für den Einstieg in die Berufspraxis.

Meine erste Station führte mich als Pressesprecher zum Landesamt für Besoldung und Versorgung. Dort konnte ich wertvolle Erfahrungen in der Kommunikation und im Umgang mit unterschiedlichen Zielgruppen sammeln. Die Tätigkeit war vielseitig, allerdings nahm das tägliche Pendeln viel Zeit in Anspruch. Deshalb suchte ich gezielt nach einer Position, die fachlich zu mir passt und zugleich besser erreichbar ist.

Seit Oktober 2025 bin ich Teil der Körner agentur. Heute fahre ich morgens mit dem Fahrrad ins Büro und verbinde dort unterschiedliche Aufgabenbereiche: Ich betreue Projekte, übernehme redaktionelle Tätigkeiten und berate unsere Kunden in Kommunikationsfragen. Diese Mischung liegt mir, weil ich mich ungern ausschließlich mit nur einem sehr eng begrenzten Aufgabenfeld beschäftige.

Von der Philosophie über die Pressearbeit bis hin zum Marketing – wo liegen die Verbindungen?

Die Übergänge sind aus meiner Sicht sehr viel naheliegender, als sie auf den ersten Blick erscheinen. Ein Philosophiestudium vermittelt nicht nur theoretisches Wissen, sondern schult vor allem das strukturierte Denken, präzises Argumentieren und die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte verständlich zu vermitteln. Gerade in der Kommunikation ist das von großem Wert. Oft reicht es einfach nicht, selbst verstanden zu haben, worum es geht. Gute Kommunikation beginnt erst dort, wo man einen Gedanken so vermittelt, dass er auch für andere nachvollziehbar wird. Diese Fähigkeit hilft mir heute sowohl in der Kundenberatung als auch bei redaktionellen Aufgaben.

Aber natürlich bringt der Wechsel von der Universität in die Arbeitswelt immer eine gewisse Form des Quereinstiegs mit sich. Nur die wenigsten Menschen studieren exakt den Beruf, den sie später ausüben. Ich halte das aber nicht unbedingt für einen Nachteil. Entscheidend ist aus meiner Sicht vielmehr, vorhandene Fähigkeiten sinnvoll auf neue Aufgaben zu übertragen.

Als Projektmanager hast du Kontakt zu vielen Kunden. Gibt es Themen, die sie miteinander verbinden?

Ein zentrales Thema ist der zunehmende Wettbewerbsdruck im Energiemarkt. Viele Stadtwerke stehen vor der Herausforderung, sich gegenüber preisaggressiven, überregionalen Anbietern aus dem Internet klar zu positionieren. Über dieses Thema führe ich häufig ähnliche Gespräche.

Ein wichtiger Vorteil ist die regionale Verankerung. Stadtwerke sind vor Ort präsent, kennen die Region und haben häufig einen direkten Bezug zu ihren Kunden. Ich glaube, dass darin deutlich mehr Potenzial steckt, als manchmal genutzt wird. Regionalität allein ist aber noch keine überzeugende Botschaft. Sie muss konkret und glaubwürdig für die Kunden vermittelt werden.

Wie das im Einzelnen aussieht, unterscheidet sich von Unternehmen zu Unternehmen. Eine durchdachte Außendarstellung ist aber in jedem Fall wichtig. Denn wenn Kunden zwischen verschiedenen Anbietern keinen erkennbaren Unterschied wahrnehmen, wird der Preis zum entscheidenden Faktor.

Was macht dir an deiner Arbeit besonders viel Freude?

Ich finde es gut, wenn am Ende ein konkretes Ergebnis entsteht. Ein fertiges Kundenmagazin in der Hand zu halten oder eine Kampagne abgeschlossen zu sehen, macht die eigene Arbeit greifbar. Noch wichtiger ist allerdings, dass die Maßnahmen für den Kunden einen tatsächlichen Nutzen haben.

Ob Kundenmagazin, Kommunikationskonzept, Kalender, E-Mail-Newsletter oder Social-Media-Content: Entscheidend ist, dass das jeweilige Produkt sein Ziel erfüllt. Ich könnte schlichtweg niemals dauerhaft einen Beruf ausüben, den ich als sinnlos betrachte. Für mich muss Arbeit nicht jeden Tag die Welt verändern, aber ich möchte schon erkennen können, wofür ich etwas tue und welchen Unterschied es macht.

Deshalb freue ich mich, wenn wir die Rückmeldung erhalten, dass Inhalte gut ankommen oder eine Maßnahme wie geplant funktioniert. Das zeigt, dass die vorherige Abstimmung und die gemeinsame Arbeit sinnvoll waren. Gute Gestaltung oder ein professioneller Text sind wichtig, aber sie sind für mich kein Selbstzweck. Am Ende zählt, ob sie tatsächlich etwas bewirken.

Und zum Schluss: Was darf an einem gelungenen Arbeitstag für dich nicht fehlen?

Im besten Fall begrüßt mich morgens direkt an der Tür unser Office-Hund und Feelgood-Manager Dylan. Eine kurze Runde mit ihm auf unserer begrünten Dachterrasse hilft manchmal dabei, den Kopf freizubekommen.

Auch mitgebrachter Kuchen ist natürlich willkommen. Vor allem, wenn er nicht von mir gebacken wurde. In dem Bereich besteht bei mir noch Entwicklungspotenzial. Dafür beschäftige ich mich in meiner Freizeit lieber mit Paartanz. Der ist für mich ein guter Ausgleich und verbindet Bewegung mit Improvisation.

Im Arbeitsalltag freue ich mich über konstruktive Gespräche, in denen klarer wird, was ein Kunde eigentlich erreichen möchte und welche Maßnahmen dafür sinnvoll sind. Ich finde es wichtig, nicht einfach nur einen Auftrag abzuarbeiten, sondern auch zu hinterfragen, ob die gewünschte Maßnahme wirklich zum Ziel passt. Auf dieser Grundlage entstehen in der Regel die besten Projekte.